Mitteilung

13.03.2017 Meldungsnummer: 115

Freitag, 31. März, ab 14 Uhr

Dies academicus: Lachen erlaubt?!

Lachen erlaubt?!
Heiteres und Tiefgründiges aus Ostpreußen

Eine Veranstaltung der Arbeitsgemeinschaft für ost- und westpreußische Landeskunde der Ludwig-Maximilians-Universität München und des Hauses des Deutschen Ostens.

Termin: Freitag, 31. März 2017, 14-18 Uhr, im Anschluss Empfang

Veranstaltungsort:

Universitätsgebäude der LMU
Geschwister-Scholl-Platz 1
80539 München
Hörsaal E004

Anmeldung bis 27. März an poststelle(at)hdo.bayern.de

 

Dass Menschen mit Wehmut an ihre verlorene Heimat denken – welcher Vertriebene und welcher Nachkomme von Vertriebenen hätte das nicht immer wieder erlebt? Denn natürlich verbindet sich mit der Erinnerung oft Leid. Doch Heimat sollte auch als Ort des Frohsinns und des unbeschwerten Lachens unvergessen bleiben können; Freude und Leid gehören beide zum Leben.
Brücken in die Heiterkeit des Heimatlichen bauen uns Schriftsteller, die Land und Leute in ihren Werken lebendig halten, Anekdoten weitergeben, Mundarten anklingen lassen. Und solche Brücken ins Ostpreußische lässt uns an diesem Dies academicus der bekannte Schauspieler und Sprecher Herbert Tennigkeit betreten. Selbst gebürtiger Ostpreuße, liest er heitere, aber auch besinnlich durchwachsene Texte weithin berühmter wie auch eher im engeren Kreise geschätzter Schriftsteller aus der Region. Werke von Siegfried Lenz und Arno Surminski zieht er dazu ebenso heran wie Werke von Günther Helmuth Ruddies, Ruth Geede, Heinrich Eichen und Ingrid Koch, um nur einige Namen herauszugreifen. Hier dürften Erinnerungen wach (oder neue Bekanntschaften angeknüpft) werden, über die wir uns auch nach dem Vortrag austauschen können.
Es  soll bei diesem Dies academicus auch an den heute zu Unrecht vergessenen Philologen und Kulturhistoriker Herbert Schöffler erinnert werden, dessen Todestag sich vor kurzer Zeit zum siebzigsten Male gejährt hat. Über den deutschen Osten hat er nicht nur religions¬geschichtlich gearbeitet; speziell Ostpreußen hat er auch ein einprägsames feuilletonistisches Kapitel in seiner „Kleinen Geographie des deutschen Witzes“ gewidmet. Und wie gefährlich nahe sich harmloser Witz und verbissener weltanschaulicher Ernst kommen können, hat er am eigenen Leibe erfahren.

Programm:

14.00 Uhr bis 15.00 Uhr

Heinz Starkulla, München:
„Warnascheln, klingt das grausam?“
Der Kulturhistoriker Herbert Schöffler und der ostpreußische Witz

Heinz Starkulla jr., Privatdozent für Kommunikationswissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität München, ist Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft für ost  und westpreußische Landeskunde der LMU.

15.15 Uhr bis 16.00 Uhr  Kaffeepause

16.00 Uhr bis 18.00 Uhr

Herbert Tennigkeit, Hamburg:
„Wo kommen die Marjellchens her?“
Lesung: Heitere und tiefgründige Texte ostpreußischer Autoren, Gedichte und Anekdoten aus einer fernen Heimat

Herbert Tennigkeit, geboren 1937 in Gröszpelken, Kreis Tilsit, in Ostpreußen, ist Schauspieler und Sprecher. Er wirkte in zahlreichen Theater-, Film und Fernseh-produktionen mit und ist auch als Sprecher von Hörspielen bekannt. Als Rezitator hält er den Klang der ostpreußischen Mundart wach.

MODERATION:

Andreas Otto Weber, München:
Direktor des Hauses des Deutschen Ostens in München, Professor für Bayerische und Fränkische Landesgeschichte an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

nach oben

Haus des Deutschen Ostens
Logo: Haus des Deutschen Ostens