Mitteilung

08.01.2019 Meldungsnummer: 191

Vortrag am 24. Januar, 19 Uhr

Marie Juchacz - Kämpferin für Frauenrecht

Termin: Donnerstag, 24. Januar 2019, 19 Uhr

Referentin: Dr. Gisela Notz

Am 19. Februar 1919 hielt mit der SPD-Abgeordneten Marie Juchacz (1879–1956) zum ersten Mal in der Geschichte des deutschen Parlamentarismus eine Frau eine Rede im Reichstag. „Was diese Regierung getan hat, das war eine Selbstverständlichkeit: Sie hat den Frauen gegeben, was ihnen bis dahin zu Unrecht vorenthalten wurde“, kommentierte Juchacz die im Jahr zuvor erfolgte Einführung des passiven und aktiven Wahlrechts für Frauen in Deutschland. Sie selbst war eine von 37 weiblichen Abgeordneten, die in den neuen Reichstag gewählt worden waren; in diesem Amt verblieb sie bis 1933.

Dr. Gisela Notz ist Sozialwissenschaftlerin und Historikerin. Neben ihrer Tätigkeit als wissenschaftliche Referentin bei der Friedrich-Ebert-Stiftung leitete sie mehrere Forschungsprojekte, übernahm Lehraufträge, u.a. an Universitäten und Hochschulen in Berlin, Marburg und Hannover, und vertrat 1994/95 die Professur für Soziologie an der Universität GH Essen. Gisela Notz legte zahlreiche Publikationen zu Sozial-, Arbeitsmarkt- und Familienpolitik, zur Arbeiter/innenbewegung und zur historischen Frauenforschung vor. 2006 gab sie den Sammelband „Mit Macht zur Wahl! 100 Jahre Frauenwahlrecht in Europa“ mit heraus.

 

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