Mitteilung

08.01.2020 Meldungsnummer: 242

Ausstellung bis zum 28. Februar

(Nicht) gekommen um zu bleiben. Braunau – Forchheim – Broumov

Eine Ausstellung des Heimatkreises Braunau/Sudetenland e.V.

Ausstellungseröffnung: Dienstag, 14. Januar, 18 Uhr

Zur Ausstellungseröffnung sprechen Christina Meinusch M.A., Kuratorin der Ausstellung, und Dr. Günter Reichert, stellvertretender Vorsitzender des Heimatkreises Braunau/Sudetenland e.V., anschließend kleiner Empfang

Öffnungszeiten: 15. Januar bis 28. Februar, Montag bis Freitag (werktags) 10 bis 20 Uhr

2020 jährt sich das Ende des Zweiten Weltkrieges zum 75. Mal. Als Folge des Weltkrieges kamen Millionen Flüchtlinge und Vertriebene nach Bayern, darunter besonders viele Menschen aus Böhmen, Mähren und Schlesien. Die Ausstellung „(Nicht) gekommen um zu bleiben“ zeigt exemplarisch anhand der beiden Städte Braunau/Broumov im heutigen Tschechien und Forchheim in Franken die Entwicklung in der Nachkriegszeit.

Denn Anfang 1946 landeten viele der deutschen Bewohner von Stadt und Land Braunau in Forchheim. Bereits 1952 entstand hier der Verein „Heimatkreis Braunau“ mit Dr. Ernst Kähler als erstem Heimatkreisbetreuer. Nur drei Jahre später übernahm die Stadt Forchheim die Patenschaft über Stadt und Kreis Braunau. Forchheim ist damit eine von vielen bayerischen Städten, die sich für eine solche Patenschaft entschieden. Es war ein Zeichen der Solidarität mit den Vertriebenen und trug maßgeblich zum Erhalt des Kulturguts aus deren Heimat bei. In den 1990er Jahren wurden aus vielen dieser Patenschaften lebendige Städtepartnerschaften – so auch zwischen Forchheim und dem tschechischen Broumov.

Auch wenn noch einige Zeit nach 1946 für viele vertriebene Braunauer das Ziel die Rückkehr in die Heimat war, kann die Ausstellung heute einen erfolgreichen, wenn auch langen Weg von der Integration damals zur Verständigung heute aufzeigen.

Haus des Deutschen Ostens
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Festakt anlässlich der Patenschaftsübernahme (1955)
Titelbild Braunau