Mitteilung

15.01.2024 Meldungsnummer: 450

Ausstellungseröffnung am 5. März, 18 Uhr

Tracht(en)Kunst

Ausstellungseröffnung: Dienstag, 5. März 2024, 18.00 Uhr

Veranstaltungsort: Adalbert-Stifter-Saal im Sudetendeutschen Haus, Hochstraße 8, 81669 München

Grußwort: Dr. Petra Loibl MdL, Beauftragte der Bayerischen Staatsregierung für Aussiedler und Vertriebene; Dr. Bernd Posselt, Sprecher der Sudetendeutschen Volksgruppe; Professor Dr. Andreas Otto Weber (Direktor des HDO)

Festrede: Mgr. Jan Kuča, Kurator des Trachtenmuseums in Ostrov/Tschechien

Einführung in die Ausstellung: Dr. Lilia Antipow, Christina Meinusch M.A.

Ausstellungsort: Alfred-Kubin-Galerie, Sudetendeutsches Haus, Hochstraße 8, 81669 München

Ausstellungszeitraum: Mittwoch, 6. März bis Donnerstag, 28. März 2024

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag (werktags) 10.00 – 18.00 Uhr

Musikalische Begleitung: Duo Hardl & Burgl (Neunheim)

In Kooperation mit: Heimatpflegerin der Sudetendeutschen

Die Münchner Fotografin Annette Hempfling setzt sich in ihren Aufnahmen mit der Festtracht der oberen Wischauer Sprachinsel (Südmähren) als ästhetischem Objekt auseinander. Ihr unvoreingenommener Blick, der von aktuellen Bild- und Fotokonzepten inspiriert ist, verfährt dabei subjektiv. Er abstrahiert von der durch die Tradition geprägten Vorstellung vom Gemeinschaftskleid, von gruppeneigenen Funktionskontexten der traditionellen Kleidung und Kleidungsdiskursen. Annette Hempfling thematisiert die Wischauer Festtracht weder als identitätsstiftendes Gemeinschaftskleid noch deren soziale Praxis.

Jeder der zwölf Teile der Ausstellung zeigt ein fotografisches Diptychon, dessen beide Elemente auf der Ebene der Bildstruktur aufeinander bezogen sind, einander ergänzen oder im Gegensatz zueinander stehen. Der Inhalt der Bilder ist dabei sekundär. Irrelevant auch, zu welchem Teil der Tracht die Fotoobjekte gehören: Schuh trifft auf Spitzenkragen, Weste auf Tuch, Bluse auf Stickvorlage, Zusammengenähtes auf Aufgetrenntes. Aufnahmen von Personen werden mit jenen von Objekten konfrontiert – und stehen miteinander im Dialog. Das Diptychon als Form erzwingt eine „Kommunikation“ zwischen den Bildern, bringt ästhetische Synergien in Gang. Ein Spiel zwischen Linie und Kreis, zwischen Muster und glatter Oberfläche, zwischen Konkretem und Abstraktem wird provoziert. Der subjektive Blick des Betrachters wird gefordert, die visuelle Interaktion im Diptychon in einem Wechsel von RaumNähe und RaumDistanz zu verfolgen.

Führungen durch die Ausstellung:

Ort: Alfred-Kubin-Galerie, Sudetendeutsches Haus, Hochstraße 8, 81669 München

Donnerstag, 14. März 2024, 16.00 Uhr
Kuratorinnenführung durch die Ausstellung mit Dr. Lilia Antipow

Samstag, 23. März 2024, 15.00 Uhr
Kuratorinnenführung durch die Ausstellung mit Christina Meinusch

Haus des Deutschen Ostens
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