Ausstellung: Einfach schön? Politisierung deutscher Volkskultur aus dem östlichen Europa

Ausstellungseröffnung: Donnerstag, 23. Juli 2026, 18.00 Uhr

Grußworte: Professor Dr. Andreas Otto Weber (HDO), Christina Meinusch M.A. (Heimatpflegerin der Sudetendeutschen)

Einführung: Jana Stöxen (IKDE) mit einem Vortrag zum Thema „Bei vornehmen Leuten soll man nirgends und nie Volksmusik sammeln“ Prämissen und Praktiken einer Volkskulturforschung im und aus dem östlichen Europa zwischen ‚Echtheit‘ und Inszenierung des ‚einfach Schönen‘

Anmeldung erforderlich: telefonisch unter 089-449993-0 oder per E-Mail unter poststelle(at)hdo.bayern.de

Veranstaltungsort: Haus des Deutschen Ostens, Am Lilienberg 5, 81669 München

Ausstellungsdauer: 24. Juli bis 17. Oktober 2026

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag (werktags) 10.00 bis 20.00 Uhr, im August bis 18.00 Uhr

Mit Unterstützung: Ministerium des Inneren, für Digitalisierung und Kommunen des Landes Baden-Württemberg

In Kooperation mit: Institut für Kulturanalyse der Deutschen des östlichen Europas (IKDE), Freiburg und Heimatpflegerin der Sudetendeutschen

Eine Ausstellung des Instituts für Kulturanalyse der Deutschen des östlichen Europas (IKDE), Freiburg

Kulturellen Praktiken wie dem „Volkstanz“ oder Objektivationen wie der Tracht wurde und wird bis heute ein ästhetischer Wert zugesprochen. Sie scheinen einfach schön zu sein – gerade in ihrem vermeintlich traditionellen und kaum durch die Moderne berührten Charakter. „Volkskultur“ als schön wahrzunehmen, ist Ergebnis eines durch moderne Sehgewohnheiten und Ideologisierungen geprägten Blicks. Zugleich erlangten „volkskulturelle“ Ästhetiken erst durch ihren Gebrauch in modernen Kontexten Relevanz, Popularität und Bedeutung. Die ästhetische Anmutung von als „Volkskultur“ verstandenen Elementen spielt bis heute eine wichtige Rolle nicht nur in der politischen Kommunikation. In ihrer vermeintlichen Einfachheit und ästhetischen Anmutung erfährt „Volkskultur“ eine komplexe und vielschichtige Politisierung.

Dies zeigen beispielhaft die Exponate der Ausstellung – und zwar mit einem Fokus auf der Geschichte der deutschsprachigen Bevölkerung im bzw. aus dem östlichen Europa. In zeitlicher Hinsicht nimmt die Ausstellung die Zeit zwischen den 1920er- und den 1960er-Jahren in den Blick.