Veranstaltungen

Änderungen vorbehalten

Ausstellungen

Im Haus des Deutschen Ostens

20. Februar bis 22. März
Kirchenburgenlandschaft Siebenbürgen – ein europäisches Kulturerbe. Eine Ausstellung der Stiftung Kirchenburgen.
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 10 bis 20 Uhr
Haus des Deutschen Ostens

03. April bis 14. Juni 2019
Wolfgang Niesner: Stadt – Land – Mensch
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 10 bis 20 Uhr
Haus des Deutschen Ostens

26. Juni bis 16. August 2019
„Wolfskinder“ – Auf dem Brotweg von Ostpreußen nach Litauen 1945-1948
In Kooperation mit der Botschaft der Republik Litauen in der Bundesrepublik Deutschland
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 10 bis 20 Uhr, im August bis 18 Uhr
Haus des Deutschen Ostens

Außerhalb des Hauses

11. März bis 25. März
Die Stadt Memmingen zeigt die HDO-Wanderausstellung „Mitgenommen – Heimat in Dingen
Alle Informationen zu den Öffnungszeiten finden Sie hier
Kirchgemeinde Mariä Himmelfahrt, Augsburger Str. 14, 87700 Memmingen

 

20. Juni bis 20. Juli 2019
Das Teutsch-Haus in Hermannstadt, Rumänien, zeigt die HDO-Wanderausstellung „Kann Spuren von Heimat enthalten – Eine Ausstellung über Essen und Trinken, Identität und Integration der Deutschen des östlichen Europa“
Öffnungszeiten: Montag bis Samstag 10 bis 17 Uhr
Teutsch Haus (Begegnungs- und Kulturzentrum Friedrich Teutsch der Evangelischen Kirche A.B. in Rumänien), Str. Mitropoliei Nr. 30, 550179 Sibiu – Hermannstadt

 

 

Januar 2019

Jan 22. 2019

Gedenktag

Ungarischer Gedenktag für die vertriebenen Ungarndeutschen

In Kooperation mit: Generalkonsulat von Ungarn in München

Veranstaltungsort: Generalkonsulat von Ungarn in München, Mauerkircherstr. 1a, 81679 München

Jan 24. 2019

Erzählcafé

mit Ulrich Trebbin

Dr. Renate von Walter im Gespräch mit ... Ulrich Trebbin

Jan 24. 2019

Vortrag

Marie Juchacz - Kämpferin für Frauenrecht

Referentin: Dr. Gisela Notz

Jan 29. 2019

Reisebericht

Von Ordensburgen, Lebkuchen und Baben

Referent: Prof. Dr. Andreas Otto Weber, Direktor des HDO

Jan 31. 2019

Buchpräsentation

Heimatlos - Friedland und die langen Schatten von Krieg und Vertreibung

Referent: Dr. Christopher Spatz

In Kooperation mit: BdV-Landesverband Bayern e.V.

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Februar 2019

Feb 7. 2019

Lesung

"Elli oder die versprengte Zeit"

In Kooperation mit: Landsmannschaft der Banater Schwaben

Lesung: Helmut Erwert

Feb 14. 2019

Erzählcafé

mit Lukas Moj

Dr. Renate von Walter im Gespräch mit Lukas Moj

Feb 14. 2019

Buchpräsentation

Das schlesische Elysium

In Kooperation mit: Deutsche Burgenvereinigung e. V.

Referent: Arne Franke

Feb 19. 2019

Ausstellungseröffnung

Kirchenburgenlandschaft Siebenbürgen

Dauer der Ausstellung: 20. Februar bis 22. März 2019

Öffnungszeiten der Ausstellung: Montag bis Freitag 10 bis 20 Uhr (werktags)

Feb 28. 2019

Konzert

Tierisch Tierisch

Künstler: Brigitte Steinert (Gesang und Moderation) und Kilian Sprau (am Flügel).

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März 2019

Mär 6. 2019

Tradition

Fischessen im "Alten Bezirksamt"

Veranstaltungsort: Gaststätte "Zum Alten Bezirksamt" im HDO

Mär 15. 2019

Vortrag

ICH HABE EINEN GVTEN KAMPF GEKEMPFET – Tod und Bestattung pommerscher Herzöge

Veranstaltungsbeginn: 18 Uhr

Veranstaltungsort: Haus des Deutschen Ostens

Referent: Jens Pickenhan M.A.

Eine Veranstaltung der Gesellschaft für Pommersche Geschichte, Altertumskunde und Kunst e.V. in Kooperation mit dem HDO

Mär 19. 2019

Buchpräsentation

Der befestigte Glaube

Veranstaltungsbeginn: 19 Uhr

Veranstaltungsort: HDO

Begleitveranstaltung zur laufenden Ausstellung

Referenten: Jürgen van Buer und Josef Balazs

Jürgen van Buers 260 künstlerisch höchst beachtenswerte Schwarz-Weiß-Aufnahmen der Kirchenburgen vermitteln ein einzigartiges Bild dieser einmaligen Kunst- und Sakraldenkmäler, die mit ihrem repräsentativen äußeren Erscheinungsbild und ihren atmosphärisch dichten Innenräumen beeindrucken. Der Fotograf Jürgen van Buer und der Mitherausgeber des Fotobandes, Josef Balazs, bezwecken mit ihrem Projekt mehr, als nur eine Bestandsaufnahme. Sie wagen einen subjektiven Blick auf das architektonische Erbe der Siebenbürger Sachsen – und aus dieser Perspektive erschließt sich ihnen bisher Unbekanntes. Durch die Bildkomposition, durch ein an expressionistisches Bildvokabular anknüpfendes Schattenspiel von scharfen Schwarz-Weiß-Kontrastierungen und gebrochene Linienführung, aus denen eine monumentale Bildgeometrie entsteht, wird eine Wirkung des Raumes erzeugt, die seine historische Semantik unmittelbar erfahrbar macht. Durch diese Wirkung werden die Fotos vorzugsweise zum Symbol für Konflikte, die die Geschichte der Siebenbürger Sachsen durchziehen und für die die Kirchenburgen eine Raummetapher bilden. Die visuelle Botschaft ist in einem Fall heroisch-pathetisch, verweist im anderen auf das Gewohnte und Alltägliche. Die Dynamik der Linie richtet sich gegen die Statik und gewaltige Wucht des archaischen Gesteins, verläuft sich jedoch in den verwinkelten Ecken dieser Kolossalobjekte, und zerschellt an ihrer Unverrückbarkeit und manifesten Präsenz. Van Buers Aufnahmen präsentieren die Kirchenburgen als Teil einer über Jahrhunderte gewachsenen stark ländlich geprägten Lebenswelt, deren räumlichen, sakralen und kulturellen Mittelpunkt sie in der Vergangenheit bildeten und in der Gegenwart immer noch sind. Die Begleittexte ordnen sie – mal auf eine narrativ-performative, mal auf eine fachhistorische Art – in ihren geschichtlichen und kunstgeschichtlichen Kontext ein. Gleichzeitig sensibilisieren sie für das Verständnis dieser Fotos als eines medialen Raums, in dem ihre Bedeutung aus der situationsabhängigen Betrachtung, aus dem Austausch zwischen dem Urheber und dem Rezipienten, dem Fotografen und dem Betrachter entsteht.

Professor Dr. Jürgen van Buer (geb. 1949) promovierte, nach seinem Studium der Romanistik und Erziehungswissenschaften an der Universität Münster, 1980 an der Universität Göttingen. 1989 folgte die Habilitation an der Universität-Gesamthochschule Siegen. Von 1992 bis 2016 war Professor Dr. Jürgen van Buer Inhaber des Lehrstuhls für Wirtschaftspädagogik an der Humboldt-Universität Berlin.

Josef Balazs (geb. 1952 in Kronstadt, Siebenbürgen) war nach dem Studium der Germanistik und Romanistik an der Universität Klausenburg (Siebenbürgen) mehrere Jahre als Lehrer tätig. 1986 wurde er zum Mitarbeiter im IT-Bereich zunächst bei der AEG (Nürnberg), später bei der Stadt Schwabach. 2010 erfolgte der Wechsel in das Kundenmanagement.

Buchcover - Der Befestigte Glaube

Mär 26. 2019

Lesung

"Vergiss kein einziges Wort"

Veranstaltungsbeginn: 19 Uhr

Veranstaltungsort: HDO

Lesung: Dörthe Binkert

Die Geschwister Ida, Hedwig, Klara und Luise sind vier junge Oberschlesierinnen, die in den historischen Kataklysmen der 1920er–1960er Jahre gezwungen sind, die Geschicke ihrer Familien in die eigene Hand zu nehmen. Ihr Alltag ist von Liebe und Hass ebenso geprägt wie von multiethnischem Nebeneinander, konfessioneller Vielfalt und von militantem Nationalismus, der nach 1945 zur Vertreibung der Deutschen führt. Dennoch versuchen sie ihre unterschiedlichen Lebensentwürfe als Frauen umzusetzen. In ihrem figuren- und handlungsreichen Roman entwirft Dörthe Binkert ein beeindruckendes Bild der oberschlesischen Gesellschaft in der Umbruchszeit. Für ihre Recherchen reiste die Autorin nach Gleiwitz/Gliwice. Um ein Gespür für den Ort und die Zeit ihrer Romanhandlung zu finden, führte sie viele Gespräche mit älteren polnischen Bürgern der Stadt und suchte in Archiven nach historischen Zeitdokumenten.

Dörthe Binkert (geb. 1949 in Hagen/Westfalen) war nach einem Studium der Germanistik, Kunstgeschichte und Politik, das sie mit einer Promotion abschloss, für verschiedene deutsche Verlage tätig. 2005 erhielt sie ein Autorenstipendium im Ledig House in New York. Seit 2007 ist sie freie Autorin und Publizistin. Sie lebt in Zürich und legte u.a. die Romane „Weit übers Meer“ (2008), „Bildnis eines Mädchens“ (2011) und „Brombeersommer“ (2017) sowie Sachbücher vor.

Mär 28. 2019

Gespräch

Schlagerstar in Polen, Politiker in Bayern – ein Gespräch mit Tobias Thalhammer

Veranstaltungsbeginn: 19 Uhr

Veranstaltungsort: HDO

Moderation: Prof. Dr. Andreas Otto Weber, Direktor des HDO

Politiker und Schlagersänger – diese Kombination gibt es wohl nicht oft. Vermutlich ist Tobias Thalhammer in Polen und besonders in Schlesien sogar bekannter als in Bayern. Dort hat er sich als „Toby z Monachium“ (dt.: Toby aus München) einen Namen gemacht. Er singt  auf Deutsch und Polnisch, aber auch in schlesischer Mundart. 2009 veröffentlichte Thalhammer zusammen mit der Gruppe „Proskauer Echo“ (Proskau in Oberschlesien, pl.: Prószków) das Lied „Sehnsucht nach Schlesien“ (pl.: Tęsknota za Śląskiem) und landete damit einen Hit. Weitere Beispiele seiner Schlager sind „Verliebt in Oberschlesien“ oder „Du bist die Schönste“ (pl.: Jesteś najpiękniejsza). Seit 2015 präsentiert er zudem im polnischen Fernsehen in der Sendung „Szlagierowa Biesiada“ mit großem Erfolg deutsche Schlager.
2008–2013 war Thalhammer FDP-Landtagsabgeordneter im Bayerischen Landtag, zeitweise auch parlamentarischer Geschäftsführer seiner Fraktion. Mit seinen 31 Jahren war er zu Beginn der Legislaturperiode der jüngste Abgeordnete. 2018 wechselte Thalhammer zur CSU.
Mit HDO-Direktor Prof. Dr. Andreas Otto Weber spricht Tobias Thalhammer über die Anfänge seines Erfolgs in Polen, seinen Bezug zu Oberschlesien und seine Karriere als Politiker.

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April 2019

Apr 2. 2019

Ausstellungseröffnung

Wolfgang Niesner: Stadt-Land-Mensch

Veranstaltungsbeginn: 18 Uhr

Veranstaltungsort: HDO

Referentin: Friederike Niesner (München), Ehefrau und Nachlassverwalterin des Malers.

„Wolfgang Niesner stellte sich in seinem umfangreichen Werk […] lebenslang dem Zwiegespräch mit der Natur, mit dem real Sichtbaren. Er war ein Zeichner höchsten Grades, gleich ob er aufs Papier oder in die Druckplatte zeichnete. Landschaften, Stadtlandschaften, immer auch mit dem Blick auf den Menschen, der gleichfalls ein Schwerpunkt seines Schaffens war. In zahlreichen Selbstbildnissen hat er sein Ich erfasst. Seine Kunst war auch seine Waffe, mit der er sich gegen die für ihn bedrohliche Unkultur in der Architektur der Trabantenstädte wehrte.“ (Curt Visel)
Wolfgang Niesner (geb. 1925 in Freudenthal/ Mährisch-Schlesien, heute Tschechien; gest. 1994 in München) war als Zeichner und Grafiker ein genauer und prüfender Beobachter seiner Umgebung. Die Ausstellung „Stadt – Land – Mensch“ gibt einen umfassenden Einblick in sein vielfältiges Schaffen. Einen Schwerpunkt bilden seine kritischen Darstellungen der Münchner Trabantenstadt Neuperlach, wo er seit 1971 lebte und wo sich sein Atelier mit der Druckwerkstatt befand. Mit Stift und Pinsel verfolgte Niesner die Entwicklung dieses Stadtteils: „Die haben schneller gebaut, als ich zeichnen konnte.“ Dabei setzte er sich nicht nur mit Architekturgebilden auseinander, sondern wurde dadurch auch zu weiteren Reflexionen über die Gegenwart angestoßen.
Weitere Themen der Ausstellung sind: Niesners Reisen nach Irland, Kanada, Sylt, Cornwall und Paris, seine satirischen und grotesken Scherenschnitte sowie seine Selbstbildnisse.
Kuratorin der Ausstellung ist Friederike Niesner.

Apr 4. 2019

Vortrag

Westdeutsche Fahrten nach Polen 1970 - 1990

Veranstaltungsbeginn: 19 Uhr

Veranstaltungsort: HDO

Referentin: Dr. Corinna Felsch, Justus-Liebig-Universität Gießen

In den vergangenen siebzig Jahren fanden zahllose Heimatreisen von Vertriebenen und ihren Angehörigen aus der Bundesrepublik Deutschland in die ehemaligen deutschen Ostgebiete statt. Diese Reisen, die in mittlerweile polnische Gebiete gingen, nahmen mit dem Abschluss des sogenannten Warschauer Vertrags im Dezember 1970 und der nachfolgenden Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen beiden Ländern enorm zu. Sie waren in den 1970er und 1980er Jahren Fahrten in ein sozialistisches Nachbarland und zugleich – häufig in erster Linie – Reisen in die Vergangenheit. Im Vortrag wird auf der Grundlage vieler privater Reiseberichte der Frage nachgegangen, welche Bilder der Vergangenheit die Reisenden, als sie sich auf den Weg machten, mitbrachten und mit welchen Geschichtsbildern sie in Polen konfrontiert wurden. Welche Bedeutung hatten diese Geschichtsbilder während des Aufenthalts in Polen und inwieweit kam es zwischen den Heimatreisenden und der polnischen Bevölkerung zu einem Austausch über die Vergangenheit?
Dr. Corinna Felsch ist wissenschaftliche Mitarbeiterin und Koordinatorin des Integrierten Graduiertenkollegs im Sonderforschungsbereich „Dynamiken der Sicherheit“ an der Universität Gießen/Universität Marburg. 2013 promovierte Corinna Felsch an der Universität Marburg mit einer Arbeit über „Reisen in die Vergangenheit? Bedeutung und Veränderung von Geschichtswahrnehmungen bei Reisen nach Polen (1970-1990)“.

Apr 11. 2019

Konzert

Opernwettbewerb „Gabriela Beňačková“ mit jungen Talenten

Veranstaltungsbeginn: 19 Uhr

Veranstaltungsort: HDO

In Kooperation mit: Tschechisches Zentrum, München

Der internationale Gesangswettbewerb „Gabriela Beňačková“, benannt nach der legendären tschechischen Sopranistin, ist ein Prestigeereignis, das in München Tradition hat. In der ersten Runde des Wettbewerbs präsentieren junge Teilnehmer ihr Können und interpretieren Opernarien von Weltrang.
Die preisgekrönte Sopranistin Gabriela Beňačková ist eine der international bekanntesten Opernsängerinnen, regelmäßig zu Gast in den großen Opernhäusern der Welt, so etwa im Royal Opera House in Covent Garden London, in der Usher Hall in Edinburgh oder in der Metropolitan Opera in New York. Sie ist nicht nur Namensgeberin des Wettbewerbs, sondern auch Präsidentin und Vorsitzende der Jury. Diese wählt in der ersten Runde die 30 besten Sänger aus, die nun im Oktober in Jihlava/Iglau im Semifinale und in der finalen Runde antreten dürfen.
Für diesen Wettbewerb, der zu den größten zeitgenössischen Opernwettbewerben der Welt zählt, bewerben sich jährlich hunderte jungen Sänger und Sängerinnen aus allen Ländern. Die erste Runde mit Klavierbegleitung findet in Metropolen wie Wien, Budapest, München, Warschau, Moskau, Budapest, Ljubljana, Gotha oder Prag statt. Das Konzert am 11. April gehört zu dieser ersten Runde des Wettbewerbs.

Anmeldung telefonisch unter 089/44 99 93-0 oder per E-Mail unter poststelle(at)hdo.bayern.de erforderlich

Apr 19. 2019

Traditionen

Gottesdienst mit Hl. Abendmahl nach der alten schlesischen Liturgie

Veranstaltungsbeginn: 14:30 Uhr

Veranstaltungsort: Magdalenenkirche, Ohlauer Strasse 16, 80997 München-Moosach

Eine Veranstaltung der Gemeinschaft evangelischer Schlesier

Die Reformation verbreitete sich in Schlesien seit dem 16. Jahrhundert. Die deutsche Bevölkerung der Region wurde mehrheitlich evangelisch. Zwar musste die evangelische Kirche im Zuge der Gegenreformation Rückschläge erleiden. Nach dem Ende des Dreißigjährigen Krieges, erst recht nach dem Anschluss Schlesiens an Preußen im 18. Jahrhundert wurden jedoch alle Beschränkungen in der Glaubensausübung für Luthers Anhänger aufgehoben. Anfang des 19. Jahrhunderts erhielt die Universität Breslau als erste akademische Anstalt in Preußen eine evangelische theologische Fakultät.

Nach Kriegsende 1945 und der darauf folgenden Vertreibung hielten evangelische Schlesier, die nach Deutschland kamen, an den Kirchenritualen ihrer Heimat fest. Dazu gehörte die alte schlesische Liturgie. Im Unterschied zu anderen liturgischen Ordnungen der evangelischen Kirche setzte sie den Akzent auf die aktive Beteiligung der Gläubigen am Gottesdienst. Eine große Rolle spielt dabei das Gebet, das von der Gemeinde im Chor gesungen wird. Die schlesische Liturgie verwendet außerdem ihre eigenen Gesangbücher, deren Liedbestand sich im Laufe der Jahrhunderte mehrfach änderte. Die ältesten Lieder, die bereits über 400 Jahre alt sind, gehen auf die schlesischen Dichter Christian Knorr von Rosenroth und Johann Heermann zurück. In musikalischer Hinsicht steht die schlesische Liturgie der katholischen und orthodoxen Kirchenmusik nahe. Sie präsentiert somit ein Stück lebendiger Geschichte der evangelischen Kirche in dieser Region.

Apr 29. 2019

Tagesexkursion

Napoleons Enkel, bayerische Herzöge und Cousins des Zaren: Bayerisch-russische Verbindungen im Kloster Seeon, 19.–20. Jahrhundert

Leitung: Professor Dr. Andreas Otto Weber, Direktor des Hauses des Deutschen Ostens, München

Eine Veranstaltung auf Initiative des Vereins der Förderer des Hauses des Deutschen Ostens e.V., München

Im ehemaligen Benediktinerkloster Seeon im oberbayerischen Landkreis Traunstein laufen Hauptstränge der Geschichte des deutsch-russischen Adels zusammen. 994 von Benediktinern gegründet, wurde Kloster Seeon 1803 säkularisiert. 1852 ging die Anlage in den Besitz der Amélie von Leuchtenberg über, einer Tochter von Eugène de Beauharnais, Napoleons Adoptivsohn aus seiner ersten Ehe, der mit Prinzessin Auguste von Bayern, Tochter des bayerischen Königs Max I., verheiratet gewesen war. 1873 begann die „russische Geschichte“ des ehemaligen Benediktinerklosters: 1873 wurde es von Herzog Nikolaus von Leuchtenberg (1843–1891) käuflich erworben. Bis 1934 blieb der Großteil der Anlage im Familienbesitz.
Professor Dr. Andreas Otto Weber führt die Teilnehmer der Exkursion in die Geschichte Seeons zwischen 994 und 1873 ein. Anschließend besichtigen wir die Wanderausstellung „200 Jahre Herzöge von Leuchtenberg“, die von Dr. Rainer Tredt in Zusammenarbeit konzipiert wurde. Das Schloss Seeon als ein Denkmal der Alltagskultur des russischen Hochadels, 1873–1953, steht im Mittelpunkt der Führung von Hedwig Amman, M.A., die sich seit vielen Jahren mit der Geschichte dieses Ortes beschäftigt.

Teilnahmebeitrag: 30 Euro pro Person
Abfahrtszeit: 08.30 Uhr
Abfahrtort: München, Zentraler Omnibusbahnhof an der Hackerbrücke (zu erreichen mit allen S-Bahnen und Tram 16/17)

Anmeldung per Post unter: Rapp Busreisen, Maienweg 26, 89358 Kammeltal-Ettenbeuren
Per Fax unter: 08223-90511
Per E-Mail unter info(at)rapp-busreisen.de
Anmeldungsschluss: 15. April 2019

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Mai 2019

Mai 7. 2019

Begleitprogramm zur aktuellen Ausstellung

Kuratorenführung mit Friederike Niesner

Veranstaltungsbeginn: 18 Uhr

Veranstaltungsort: HDO

„Wolfgang Niesner stellte sich in seinem umfangreichen Werk […] lebenslang dem Zwiegespräch mit der Natur, mit dem real Sichtbaren. Er war ein Zeichner höchsten Grades, gleich ob er aufs Papier oder in die Druckplatte zeichnete. Landschaften, Stadtlandschaften, immer auch mit dem Blick auf den Menschen, der gleichfalls ein Schwerpunkt seines Schaffens war. In zahlreichen Selbstbildnissen hat er sein Ich erfasst. Seine Kunst war auch seine Waffe, mit der er sich gegen die für ihn bedrohliche Unkultur in der Architektur der Trabantenstädte wehrte.“ (Curt Visel)
Wolfgang Niesner (geb. 1925 in Freudenthal/ Mährisch-Schlesien, heute Tschechien; gest. 1994 in München) war als Zeichner und Grafiker ein genauer und prüfender Beobachter seiner Umgebung. Die Ausstellung „Stadt – Land – Mensch“ gibt einen umfassenden Einblick in sein vielfältiges Schaffen. Einen Schwerpunkt bilden seine kritischen Darstellungen der Münchner Trabantenstadt Neuperlach, wo er seit 1971 lebte und wo sich sein Atelier mit der Druckwerkstatt befand. Mit Stift und Pinsel verfolgte Niesner die Entwicklung dieses Stadtteils: „Die haben schneller gebaut, als ich zeichnen konnte.“ Dabei setzte er sich nicht nur mit Architekturgebilden auseinander, sondern wurde dadurch auch zu weiteren Reflexionen über die Gegenwart angestoßen.

Anmeldung telefonisch unter 089/44 99 93-0 oder per E-Mail unter poststelle(at)hdo.bayern.de erforderlich

Mai 9. 2019

Erzählcafé

Frau Patricia Erkenberg im Gespräch mit… Dr. des. Lilia Antipow

Veranstaltungsbeginn: 15 Uhr

Eintritt: 5 Euro (inkl. Kaffee und ein Stück Kuchen)

Veranstaltungsort: Gaststätte „Zum Alten Bezirksamt“ im HDO

Lilia Antipow wurde 1970 in Nowokusnezk (Russland) geboren. 1990 reiste sie mit ihrer Familie in die Bundesrepublik aus. Sie studierte Slawistik, Osteuropäische Geschichte und Buch- und Bibliothekswissenschaft in Erlangen und promovierte an der Universität Bamberg mit einer Studie über den russischen Schriftsteller und reformkommunistischen Literaturpolitiker Aleksandr Tvardovskij (1910-1971). Als Historikerin, Filmkuratorin und Übersetzerin war sie an der Realisierung von Projekten und Ausstellungen sowie an der Organisation von Symposien und Workshops beteiligt, wie z.B. an der Universität Erlangen-Nürnberg, am Memorium Nürnberger Prozesse und am Filmhaus (beide Nürnberg). Von Lilia Antipow liegen zahlreiche Publikationen zur jüdischen und russischen Literatur- und Filmgeschichte, zur Geschichte des russischen Theaters, zum Nürnberger Hauptkriegsverbrecherprozess sowie zur Geschichte und Ethnographie der Deutschen aus Russland vor. Im Haus des Deutschen Osten leitet sie seit September 2018 das Sachgebiet Medien-, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und die Bibliothek.

Mai 9. 2019

Lesung

„Abstufungen dreier Nuancen von Grau“ (2019)

Veranstaltungsbeginn: 19 Uhr

Veranstaltungsort: HDO

Referentin: Kristiane Kondrat (Augsburg)

Moderation: Thomas Zehender, Verlagsinhaber danube books (Ulm)

In Kooperation mit: Institut für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas (IKGS) e.V. und danube books Verlag

Eine junge Frau befindet sich auf der Flucht, fühlt sich verfolgt und in die Enge getrieben. Überall stößt sie auf Menschen, die sie als Bedrohung wahrnimmt. Allmählich bekommt sie jedoch ihre Angst in den Griff, schließlich befreit sie sich davon. Diese Geschichte einer Traumatisierung und ihrer Überwindung erzählt die Autorin vor dem Hintergrund ihrer Lebenserfahrung während der kommunistischen Diktatur in Rumänien.
Der Roman gehört zur sogenannten „Schubladenliteratur“, die in Ceauşescus Staat nicht erscheinen durfte. Das Manuskript kam auf Umwegen nach Deutschland und wurde hier 1977 zum ersten Mal veröffentlicht. Im März 2019 wird „Abstufungen dreier Nuancen von Grau“ vom Verlag danube books neu herausgegeben.
„Die Zeit- und Haltlosigkeit, von der dieser Roman sich nährt und die er vermittelt, aber auch die sich selbst nicht in den Mittelpunkt stellende, poetische Stilistik des Textes machen ihn zu einem zeitlosen Roman.“ (Christina Rossi)
Kristiane Kondrat (eigentlich Aloisia Bohn, geb. 1938 in Reschitz/Reșița, Banat/Rumänien) studierte Germanistik und Rumänistik in Temeswar/Timișoara (Rumänien). Anschließend arbeitete sie als Deutschlehrerin und Redakteurin. Seit 1973 lebt die Autorin in Deutschland. Hier war sie u.a. für die Süddeutsche Zeitung und andere Medien freiberuflich tätig und legte einige Erzähl- und Lyrikbände vor.

Mai 21. 2019

Programmreihe

‚Versailles‘ und die Neuordnung Europas 1919–1920

Veranstaltungsbeginn: 19 Uhr

Veranstaltungsort: HDO

Referent: Professor Dr. Dr. h.c. mult. Horst Möller, München

In Kooperation mit dem Institut für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas (IKGS) e.V.

Die Pariser Vorortverträge waren die bislang letzten Friedensverträge, die den größten Teil Europas betrafen. Anders als viele vorausgehende, multilaterale Friedensverträge hatten sie nicht das Ziel, die Vorkriegsordnung wiederherzustellen, sondern bezweckten eine auf dem Nationalitätsprinzip beruhende neue Staatenordnung, die auch die Demokratisierung dieser Staaten gewährleisten sollte. Das Ende mehrerer Großreiche führte zur Neu- oder Wiedergründung von Staaten und änderte mit den Friedensverträgen die Machtbalance zwischen den bisherigen Großmächten. Die ursprüngliche Zielsetzung wurde aber nur partiell realisiert; so blieb beispielsweise der Minderheitenschutz ein europäisches Problem. Die Mängel dieser Friedensordnung bewirkten immer wieder bi- oder multilaterale europäische Krisen. Kein Staat war durch die Friedensverträge tatsächlich zufrieden gestellt. Diese Krisenanfälligkeit führte schon bald zur Prognose neuer Kriege.
Der Vortrag behandelt in längerer historischer Perspektive Inhalte, Formen und Probleme der in den Pariser Vorortverträgen konzipierten Friedensordnung und ihre Konsequenzen.
Im Anschluss findet ein kleiner Empfang statt.
Professor Dr. Dr. h.c. mult. Horst Möller (geb. 1943 in Breslau) gilt als einer der renommierten Neuzeithistoriker Deutschlands. Er ist Verfasser von zahlreichen Publikationen zur europäischen Aufklärung, zur Geschichte der Weimarer Republik, zum Europa in der Zwischenkriegszeit, zum Nationalsozialismus und zur Nachkriegszeit.
 

Mai 28. 2019

Programmreihe

Der Frieden von Brest-Litowsk und die Nationalstaatsgründungen in Osteuropa nach dem Ersten Weltkrieg

Veranstaltungsbeginn: 19 Uhr

Veranstaltungsort: HDO

Teilnehmer: Professor Dr. Helmut Altrichter, Erlangen-Nürnberg, Dr. des. Lilia Antipow, Haus des Deutschen Ostens, München

In Kooperation mit dem Institut für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas (IKGS) e.V.

Die Vertreter Sowjetrusslands sowie Deutschlands (und seiner Verbündeten), die sich seit Anfang Dezember 1918 am Verhandlungstisch in Brest-Litowsk gegenüber saßen, hätten kaum unterschiedlicher sein können: Aristokraten und Generäle auf der einen, bekennende Revolutionäre und ehemalige Terroristen auf der anderen Seite. Ein Kernproblem war von Anfang an das Selbstbestimmungsrecht der Völker. Selbst wenn sich beide Seiten dazu bekannten, verfolgten sie damit doch ganz unterschiedliche Ziele. Die Bolschewiki hatten das Selbstbestimmungsrecht nach der Oktoberrevolution propagiert, um damit für die eigene Sache zu werben (ohne die Absicht, sich bedingungslos daran zu halten); die Vertreter aus Berlin strebten die Bildung eines Gürtels „deutschfreundlicher“ Staaten in Osteuropa an, der den deutschen Einfluss in der Region (und darüber hinaus) sicherte.

Professor Dr. Helmut Altrichter (geb. 1945 in Alt-Moletein, Mähren/heute Tschechien) war 1985–1990 Professor für Neuere und Osteuropäische Geschichte an der Universität Augsburg und 1990–2012 Inhaber des Lehrstuhls für Osteuropäische Geschichte an der Universität Erlangen-Nürnberg. Von Helmut Altrichter liegen u.a. vor: Die Bauern von Tver. Vom Leben auf dem russischen Dorfe zwischen Revolution und Kollektivierung (1984); Kleine Geschichte der Sowjetunion 1917–1991 (1993/2013); Rußland 1917. Ein Land auf der Suche nach sich selbst (1997/2017); Geschichte Europas im 20. Jahrhundert (zusammen mit Walther L. Bernecker, 2004); Rußland 1989. Der Untergang des sowjetischen Imperiums (2009); Stalin. Der Herr des Terrors. Eine Biografie (2018).

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Juni 2019

Jun 6. 2019

Vortrag

Das Rätsel der Turmschädel: Die Bajuwaren und der Osten

Veranstaltungsbeginn: 19 Uhr

Veranstaltungsort: HDO

Referent: Professor Dr. Andreas Otto Weber, Direktor des Hauses des Deutschen Ostens, München

Seit Jahrhunderten wird über die Herkunft der Bajuwaren gerätselt. Um 680 setzte der Mönch Jonas aus dem italienischen Kloster Bobbio die Baiern mit den keltischen Bojern gleich, für einen rheinischen Mönch um 1080 waren sie Einwanderer aus Armenien, eine Deutung, die bis in das 19. Jahrhundert in verschiedenen Varianten weitergesponnen wurde. Auch eine Herkunft aus Böhmen wurde immer wieder diskutiert, besonders seitdem man in Friedenhain bei Straubing und in Přešťovice (Prestowitz) in Böhmen eine spezifische Keramik entdeckte und als Beleg einer Einwanderungsbewegung von Ost nach West interpretierte. Inzwischen wird diese Theorie in der Wissenschaft nicht mehr geteilt. Dennoch finden sich im archäologischen Fundgut zahlreiche Hinweise auf enge Kontakte der frühen Baiern in verschiedene Regionen weit östlich ihres Siedlungsgebietes und ihres im 6. Jahrhundert entstandenen Herzogtums. Der Brauch, die Schädel junger Mädchen zu bandagieren und dadurch zu Turmschädeln wachsen zu lassen, war bei den Hunnen und später bei den im Balkan siedelnden Ostgoten verbreitet, findet sich aber auch in zahlreichen frühmittelalterlichen Gräbern in Bayern. Auch die frühe Politik der bairischen Herzöge hat viele Bezüge in östliche Nachbarregionen, war das Herzogtum doch der östlichste Teil des Frankenreiches. Der Vortrag skizziert die aktuellen archäologischen und sprachgeschichtlichen Befunde und geht den Kontakten und Konflikten der Baiern mit Slawen, Awaren und Böhmen im Frühen Mittelalter bis zur Eroberung des Awarenreiches durch Karl den Großen nach.

Jun 25. 2019

Ausstellungseröffnung

„Wolfskinder“ – Auf dem Brotweg von Ostpreußen nach Litauen 1945–1948

Veranstaltungsbeginn: 18 Uhr

Veranstaltungsort: HDO

Grußwort: S.E. Darius Jonas Semaška, Botschafter der Republik Litauen in Deutschland

In Kooperation mit: Botschaft der Republik Litauen in Deutschland (Berlin)

„Wolfskinder“ – so nannte man ostpreußische Kinder, die in den letzten Kriegstagen des Zweiten Weltkriegs elternlos wurden und auf sich allein gestellt waren. Viele von ihnen flüchteten ins benachbarte Litauen, wo sie bei Bauern unterkamen. Zu ihrem eigenen Schutz mussten sie oft litauische Vor- und Nachnamen annehmen und ihre deutsche Muttersprache verheimlichen. Einige der früheren „Wolfskinder“ leben noch heute in Litauen und sind dort heimisch geworden. Andere fanden – vor allem nach der Wende in den 1990er Jahren – ihre verlorene Familie wieder und kamen als Spätaussiedler nach Deutschland.
Die Ausstellung zeigt die Geschichte der „Wolfskinder“ anhand von Berichten ehemaliger Betroffener, Familienfotos, Dokumenten und Karten. Auf mehreren Bildschirmen sind zudem zwölf Interviews mit ehemaligen „Wolfskindern“ zu sehen. Die Ausstellung ist zweisprachig deutsch-litauisch.

Eine Ausstellung des Litauischen Zentrums für die Erforschung von Genozid und Widerstand

Dauer der Ausstellung: 26. Juni bis 16. August 2019
Öffnungszeiten der Ausstellung: Montag bis Freitag (werktags) 10.00 bis 20.00 Uhr, im August 10 bis 18 Uhr

Jun 26. - 30. 2019

Studienreise

Wein und Krönungen, Naturschönheiten und Barock – Eine Reise nach Pressburg und Südmähren

Leitung: Professor Dr. Andreas Otto Weber, Direktor des Hauses des Deutschen Ostens, München; Dr. Zuzana Finger, Heimatpflegerin der Sudetendeutschen, München

In Kooperation mit: Heimatpflegerin der Sudetendeutschen und Rapp Busreisen (Kammeltal-Ettenbeuren)

Znaim/Znojmo in Südmähren ist nicht nur für die Znaimer Gurke berühmt. Die Stadt liegt auch inmitten eines bekannten Weingebiets. Bei einer Weinprobe lernen die Reiseteilnehmer diese Kulturlandschaft geschmacklich kennen und werden in die Geschichte des regionalen Weinbaus eingeführt. Anschließend besuchen sie die Südmährische Galerie (Retz), deren Sammlung das künstlerische Kulturerbe des Gebiets beherbergt. Auf ihren Ausstellungsflächen sind bedeutende Künstler vertreten, die in Südmähren geboren wurden oder ihre Wirkungsstätte hatten.

Eine beeindruckende Natur bietet sich den Reiseteilnehmern im Nationalpark Thayatal im Grenzgebiet zwischen Tschechien und Österreich. Geprägt ist diese Landschaft durch die Thaya, einen Nebenfluss der March.

Seit 1996 gehört das Kulturareal um das barocke Valtice und das neugotische Lednice (Feldsberg und Eisgrub) nicht nur zum UNESCO-Weltkulturerbe, sondern auch zu den beliebtesten touristischen Attraktionen Südmährens. Ein Tag der Reise ist dem Besuch der beiden Park- und Schlossanlagen gewidmet.

Zum Abschluss der Reise geht es nach Pressburg/Bratislava. Jedes Jahr am letzten Juniwochenende steht die Hauptstadt der Slowakei ganz im Zeichen der sogenannten Krönungsfeierlichkeiten. Das Historienspektakel findet in Pressburg zum Gedenken an die dortigen 18 Krönungen von ungarischen Königen und insbesondere an die Krönung von Maria Theresia 1741 statt.

Teilnahmebeitrag: ca. 460 Euro pro Person (inkl. 4 Übernachtungen mit Halbpension im DZ)

Ein ausführliches Reiseprogramm sowie weitere Informationen zur Anmeldung können Sie per E-Mail an poststelle(at)hdo.bayern.de anfordern

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Juli 2019

Jul 4. 2019

Programmreihe

Ein Dialog der Taubstummen: Die Gründung der Tschechoslowakei und die deutsche Minderheit

Veranstaltungsbeginn: 19 Uhr

Veranstaltungsort: HDO

Referent: Professor Dr. Jaroslav Kučera, Karls-Universität Prag

In Kooperation mit: Tschechisches Zentrum München, Generalkonsulat der Tschechischen Republik, Generalkonsulat der Slowakischen Republik in München und dem Institut für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas (IKGS) e.V.

Mit dem Zerfall des Habsburgerreiches am Ende des Ersten Weltkriegs entstanden in Mittelosteuropa mehrere neue Staaten. Eine der ersten Staatsgründungen war die der Tschechoslowakei. Bereits am 28. Oktober 1918 wurde in Prag der Tschechoslowakische Staat ausgerufen. Im November wurde Tomáš Garrigue Masaryk dessen erster Präsident. Tschechen und Slowaken bildeten mit rund 65% der Bevölkerung die Mehrheit im neuen Staat. Daneben lebten in der Ersten Tschechoslowakischen Republik aber auch rund 3 Millionen Deutsche (mit einem Bevölkerungsanteil von rund 23%).
Wie kam es zur Entstehung der Tschechoslowakei, welche Rolle spielten ihre Vertreter bei den Friedensverhandlungen nach dem Ersten Weltkrieg? Welche Auswirkungen hatte die Staatsgründung auf das deutsch-tschechische Verhältnis und besonders auf das Verhältnis deutschsprachiger und tschechischsprachiger Bürger im neuen Staat? Inwieweit war die deutsche Minderheit am Aufbau des neues Staates beteiligt und welche Minderheitenrechte galten? Diese und weitere Fragen werden im Vortrag erörtert.
Professor Dr. Jaroslav Kučera (geb. 1955 in Prag) ist Professor für Zeitgeschichte an der Karlsuniversität in Prag. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören die Tschechoslowakei in der Zwischenkriegszeit und die deutsch-tschechischen Beziehungen.

Jul 9. 2019

Programmreihe

Der vergessene Weltkrieg. Europas Osten 1912-1923

Veranstaltungsbeginn: 19 Uhr

Veranstaltungsort: HDO

Referenten: Professor Dr. Włodzimierz Borodziej, Historisches Institut der Universität Warschau, Professor Dr. Maciej Górny, Deutsches Historisches Institut (DHI) Warschau

Grußwort: Carolina Trautner, Staatssekretärin im Bayerischen Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales

In Kooperation mit: Generalkonsulat der Republik Polen in München und dem Institut für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas (IKGS) e.V.

Die Erinnerung an den Ersten Weltkrieg ist noch immer geprägt vom Stellungskrieg und den Materialschlachten an der Westfront. Die Ereignisse und Tragödien im östlichen Europa treten dahinter oft zurück. Die Autoren Włodzimierz Borodziej und Maciej Gorny versuchen nun diesen „vergessenen Weltkrieg“ im europäischen Osten ins Bewusstsein zu rücken. Schon ihr zeitlicher Ansatz ist dabei ein anderer als bei bisherigen Publikationen zum Ersten Weltkrieg. Der erste Band betrachtet die Zeit von 1912 bis 1916 unter dem Titel „Imperien“ und beginnt mit dem ersten Balkankrieg 1912. Der zweite Band reicht unter dem Titel „Nationen“ von 1917 bis 1923 und geht damit über die Pariser Friedensverhandlungen hinaus.
Professor Dr. Włodzimierz Borodziej (geb. 1956), Professor am Historischen Institut der Universität Warschau, ist einer der bedeutenden Zeithistoriker Polens. Er hat zahlreiche Veröffentlichungen zur polnischen Geschichte und zu deutsch-polnischen Themen vorgelegt, darunter: Der Warschauer Aufstand 1944 (2001); Geschichte Polens im 20. Jahrhundert (2010).
Professor Dr. Maciej Górny (geb. 1976) ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Deutschen Historischen Institut Warschau und Professor am Historischen Institut der Polnischen Akademie der Wissenschaften. Von Maciej Górny liegen u.a. vor: Die Wahrheit ist auf unserer Seite. Nation, Marxismus und Geschichte im Ostblock (2011); Deutsch-polnische Erinnerungsorte (Bd. 3 und 4, 2011– 2013); Science embattled – Eastern European Intellectuals and the Great War (2018).

Jul 11. 2019

Erzählcafé

Dr. Renate von Walter im Gespräch mit… Wolfgang van Elst

Veranstaltungsbeginn: 15 Uhr

Veranstaltungsort: Gaststätte „Zum Alten Bezirksamt“ im HDO

Eintritt: 5 Euro (inkl. Kaffee und ein Stück Kuchen)

Wolfgang van Elst ist Holzschnitzer, Bildhauer und Leiter der Holzbildhauerschule in Oberammergau. Er wurde 1962 in Unterammergau geboren, wohin sein Vater, ebenfalls Holzschnitzer, als Flüchtling gekommen war. Wolfgang van Elst absolvierte selbst eine Lehre an der Bildhauerschule in Oberammergau und studierte an der Akademie der Bildenden Künste in München. Er war Meisterschüler bei Hubertus von Pilgrim und hat zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland realisiert.

Jul 16. 2019

Zeitzeugengespräch

Charlotte Knobloch privat

Veranstaltungsbeginn: 19 Uhr

Veranstaltungsort: HDO

Teilnehmer: Dr. h.c. Charlotte Knobloch, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern; Christian Knauer, Landesvorsitzender des BdV Bayern; Professor Dr. Andreas Otto Weber, Direktor des Hauses des Deutschen Ostens, München

In Kooperation mit: BdV-Landesverband Bayern e.V.

Die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern und Ehrenbürgerin der Stadt München, Dr. h.c. Charlotte Knobloch, zählt zu den bedeutendsten Persönlichkeiten Deutschlands. Als Kind von einer Katholikin in einem fränkischen Dorf versteckt, entkam sie der  Verfolgung der Juden durch die Nationalsozialisten und konnte 1945 mit ihrem Vater, der die Shoah als Zwangsarbeiter überlebt hatte, nach München zurückkehren. Als junger Mensch erlebte sie den Wiederaufbau ihrer zerstörten Heimatstadt, den Wiederbeginn jüdischen Gemeindelebens und auch die Aufnahme von Flüchtlingen und Heimatvertriebenen. 1985 wurde sie Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, später war sie außerdem Vizepräsidentin des Jüdischen Weltkongresses und Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland. 2010 erhielt sie die höchste zivile Auszeichnung der Bundesrepublik Deutschland, das Große Verdienstkreuz mit Stern.
Im Gespräch mit dem Landesvorsitzenden des BdV, Christian Knauer, und dem Direktor des HDO, Professor Dr. Andreas Otto Weber, erzählt sie von den vielen Facetten ihres Lebens, vom Einsatz für das jüdische Gemeindezentrum ebenso wie von ihren Beobachtungen zum Umgang der angestammten bayerischen Bevölkerung mit den Heimatvertriebenen.

Begrenzte Teilnehmerzahl
Anmeldung per E-Mail unter poststelle(at)hdo.bayern.de erforderlich

 

Jul 18. 2019

Buchpräsentation und Konzert

„Verwobene Kulturen im Baltikum – Zwei Musikgeschichten in Lettland von 1700 bis 1945“ (2018)

Veranstaltungsbeginn: 19 Uhr

Veranstaltungsort: Johannissaal, Schloss Nymphenburg 1, 80638 München

Eintrittskarte erforderlich, erhältlich im HDO, ab 3. Juni 2019 zu den Bürozeiten

Referentin: Dr. Kristina Wuss (München)

Künstler: Annette Lubosch (Mezzosopran, München); Olaf Haye (Bariton und Sprecher, Kiel); Sandro Schmalzl (Tenor, München); Roland Albrecht (Bassbariton, Landsberg); Peter Clemente (Violine); Elena Arnovskaya (Klavier, München); Lettischer Chor „Laima“ (München, Leitung: Linards Kalniņš).

Was haben der Beethoven-Freund Carl Amenda, der Dichter Jakob Michael Reinhold Lenz, die Pianistin Clara Schumann und der Dirigent Bruno Walter mit Lettland zu tun? Dieser Frage geht die Studie „Verwobene Kulturen im Baltikum – Zwei Musikgeschichten in Lettland von 1700 bis 1945“ (2018) von Kristina Wuss nach. Mit erzählerischer Eleganz und einem Gespür für die kulturhistorischen Besonderheiten der jeweiligen Epoche beschreibt sie, wie die Leistungen deutscher Kultur, insbesondere der Musik, auf die eigenständige Kraft des lettischen Dainas-Schatzes trafen und aus dieser Begegnung des Ungleichzeitigen, des Archaischen und Modernen, neue Formen der lettischen Musiktradition entstanden. Die lettischen Dainas – kurze Lieder und Volksgedichte, die von älteren Sprachschichten des Lettischen und der Mythologie der Letten geprägt sind, bilden einen wichtigen Bezugspunkt ihrer nationalen Identität und gehören heute zum Weltkulturerbe. Im 18. Jahrhundert machten sich Johann Gottfried Herder und deutsche Pastoren in Livland um die Sammlung der Dainas verdient. Die Buchpräsentation wird durch Konzerteinlagen mit Werken von Richard Wagner, Richard Strauss und Münchner Komponisten der Gegenwart sowie durch die inzwischen zur Klassik gewordenen lettischen Chorlieder erweitert.
Dr. Kristina Wuss ist eine deutsch-lettische Regisseurin des Opern- und Musiktheaters. Ihre Regiearbeiten führten sie u. a. nach Berlin, Hong Kong und Seoul, Moskau und München. In Lettland inszenierte sie an der Lettischen Nationaloper und am Neuen Theater Riga.

Jul 22. 2019

Tagesexkursion

Erinnerungsort Badehaus Waldram

Leitung: Professor Dr. Andreas Otto Weber, Direktor des Hauses des Deutschen Ostens, München

Eine Veranstaltung auf Initiative des Vereins der Förderer des Hauses des Deutschen Ostens e.V., München

Das ehemalige Badehaus im Wolfratshauser Stadtteil Waldram vereinigt mehrere Erinnerungsorte in einem Gebäude. Ab 1940 errichteten die Nationalsozialisten im Wolfratshauser Forst eine Mustersiedlung für Rüstungsarbeiter. Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges führte dort einer der Todesmärsche aus den NS-Konzentrationslagern vorbei. Nach 1945 wurde der damals noch Föhrenwald genannte Ort zu einem Aufnahmelager für jüdische Displaced Persons (DPs). Ab 1956 folgten ihnen als Siedler die meist katholischen Heimatvertriebenen, die unter anderem aus dem Sudetenland und aus Schlesien kamen. Der Ortsteil heißt seitdem Waldram.

Diese vielseitige Geschichte des Ortes behandelt die Dauerausstellung im Badehaus Waldram. Nach einer exklusiven Führung durch die Ausstellung wird die Tagesfahrt mit einem thematischen Rundgang durch Waldram abgerundet.

Teilnahmebeitrag: 20 Euro pro Person (inkl. Mittagessen), zahlbar bar am Tag der Veranstaltung

Eigene Anreise nach Wolfratshausen – Waldram, die z.B. mit öffentlichen Verkehrsmitteln möglich ist:

08.33 Uhr ab München Hbf, S7 Richtung Wolfratshausen

09.14 Uhr Ankunft in Wolfratshausen

09.21 Uhr Weiterfahrt mit Bus 370 Richtung Stein, Geretsried bis Haltestelle Waldram, von dort etwa 350m zu Fuß

Treffpunkt: 09.45 Uhr, Badehaus Waldram, Kolpingplatz 1, 82515 Wolfratshausen

Anmeldung telefonisch unter 089/ 449993-0 oder per E-Mail an poststelle(at)hdo.bayern.de erforderlich

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Rückblick

Rückblick auf das Veranstaltungsjahr 2018

Haus des Deutschen Ostens
Logo: Haus des Deutschen Ostens
Programm Januar - März 2019

Das komplette Programmheft Januar bis März 2019 können Sie hier herunterladen.

Eintritt

Soweit nicht anders vermerkt, ist der Eintritt zu den Veranstaltungen frei.

Anmeldung

Bei Veranstaltungen mit Anmeldung bitten wir um rechtzeitige Platzreservierung per E-Mail.

Auch bei Veranstaltungen ohne Anmeldung gilt: Einlass nur bis zur höchstzulässigen Personenzahl.

Hinweis

Mit der Teilnahme an den Veranstaltungen erklären Sie sich damit einverstanden, dass Sie gegebenenfalls auf Aufnahmen zu sehen sind, die das Haus des Deutschen Ostens im Rahmen seiner Presse- und Öffentlichkeitsarbeit verwendet.

Veranstaltungsarchiv

Eine Übersicht über unsere Veranstaltungen der vergangenen Jahre finden Sie in den jeweiligen HDO-Journalen.