Veranstaltungen

Änderungen vorbehalten

Ausstellungen

Im Haus des Deutschen Ostens

Aufgrund von Bauarbeiten im Haus ist derzeit leider keine Ausstellung zu besichtigen.

20. Februar bis 22. März
Kirchenburgenlandschaft Siebenbürgen – ein europäisches Kulturerbe. Eine Ausstellung der Stiftung Kirchenburgen.
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 10 bis 20 Uhr
Haus des Deutschen Ostens

Außerhalb des Hauses

Freitag, 28. September 2018 bis 11. Januar 2019
Das Bukowina Institut in Augsburg zeigt die HDO-Wanderausstellung „Kann Spuren von Heimat enthalten“
www.bukowina-institut.de
Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag 08.30 Uhr bis 15.30 Uhr
Bukowina-Institut, Alter Postweg 97a, 86159 Augsburg

Januar 2019

Jan 22. 2019

Gedenktag

Ungarischer Gedenktag für die vertriebenen Ungarndeutschen

Veranstaltungsbeginn: 18 Uhr

In Kooperation mit: Generalkonsulat von Ungarn in München

Veranstaltungsort: Generalkonsulat von Ungarn in München, Mauerkircherstr. 1a, 81679 München

Auch 2019 laden das Generalkonsulat von Ungarn (München) und das Haus des Deutschen Ostens zu einer gemeinsamen Gedenkveranstaltung anlässlich des ungarischen Gedenktages für die vertriebenen Ungarndeutschen ein.
Der Gedenktag, der im Dezember 2012 von der ungarischen Nationalversammlung beschlossen wurde, wird seitdem jährlich am 19. Januar begangen. Das Datum markiert den Beginn der Vertreibungen der Ungarndeutschen 1946. An diesem Tag verließen die ersten Transporte einen Vorort von Budapest. Grundlage für diese politische Aktion war das Potsdamer Abkommen vom August 1945, das auch die Vertreibung der Deutschen aus Polen, Tschechien und der Slowakei legitimierte. Bis 1947 musste etwa die Hälfte der Ungarndeutschen das Land verlassen; die meisten von ihnen kamen nach Süddeutschland. Die Vertreibung trennte Familien; die in Ungarn verbliebenen Deutschen wurden enteignet und Diskriminierungen ausgesetzt. Heute leben noch etwa 150.000 Deutsche im Land an der Donau. Seit den 1990er Jahren sind sie als nationale Minderheit anerkannt und werden durch die Minderheitenselbstverwaltung politisch vertreten.
2016 wurde im Budapester Bezirk Soroksár ein Vertreibungsdenkmal des ungarischen Bildhauers Sándor Kligl aufgestellt. Es zeigt eine Mutter mit ihrem Sohn, die nur mit Koffer und Rucksack ihr Haus und das Land verlassen müssen.

Anmeldung erforderlich an einladung-muenchen@mfa.gov.hu

Jan 24. 2019

Erzählcafé

mit Ulrich Trebbin

Veranstaltungsbeginn: 15 Uhr

Veranstaltungsort: Gaststätte "Zum Alten Bezirksamt" im HDO

Dr. Renate von Walter im Gespräch mit ... Ulrich Trebbin

Ulrich Trebbin ist Hörfunkjournalist, Autor und Gestalttherapeut. Seit 1998 arbeitet er für den Bayerischen Rundfunk, unter anderem bei BR24, Bayern 2 und Bayern 5. 2018 erschien sein Romandebüt „Letzte Fahrt nach Königsberg“, in dem er sich mit den ostpreußischen Wurzeln seiner Familie auseinandersetzt. Der Roman handelt von einer jungen Frau namens Ella, die sich in den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs auf eine gefährliche Reise in ihre Heimatstadt Königsberg begibt.

Eintritt: 5 Euro (inkl. Kaffee und ein Stück Kuchen)

Jan 24. 2019

Vortrag

Marie Juchacz - Kämpferin für Frauenrecht

Veranstaltungsbeginn: 19 Uhr

Veranstaltungsort: Haus des Deutschen Ostens

Am 19. Februar 1919 hielt mit der SPD-Abgeordneten Marie Juchacz (1879–1956) zum ersten Mal in der Geschichte des deutschen Parlamentarismus eine Frau eine Rede im Reichstag. „Was diese Regierung getan hat, das war eine Selbstverständlichkeit: Sie hat den Frauen gegeben, was ihnen bis dahin zu Unrecht vorenthalten wurde“, kommentierte Juchacz die im Jahr zuvor erfolgte Einführung des passiven und aktiven Wahlrechts für Frauen in Deutschland. Sie selbst war eine von 37 weiblichen Abgeordneten, die in den neuen Reichstag gewählt worden waren; in diesem Amt verblieb sie bis 1933. Danach ging Juchacz ins Exil, zuerst nach Frankreich, später in die USA. Nach ihrer Rückkehr nach Deutschland 1949 wirkte sie bis zu ihrem Tod als Ehrenvorsitzende in der Arbeiterwohlfahrt.

Dr. Gisela Notz ist Sozialwissenschaftlerin und Historikerin. Neben ihrer Tätigkeit als wissenschaftliche Referentin bei der Friedrich-Ebert-Stiftung leitete sie mehrere Forschungsprojekte, übernahm Lehraufträge, u.a. an Universitäten und Hochschulen in Berlin, Marburg und Hannover, und vertrat 1994/95 die Professur für Soziologie an der Universität GH Essen. Gisela Notz legte zahlreiche Publikationen zu Sozial-, Arbeitsmarkt- und Familienpolitik, zur Arbeiter/innenbewegung und zur historischen Frauenforschung vor. 2006 gab sie den Sammelband „Mit Macht zur Wahl! 100 Jahre Frauenwahlrecht in Europa“ mit heraus.

Jan 29. 2019

Reisebericht

Von Ordensburgen, Lebkuchen und Baben

Veranstaltungsbeginn: 19 Uhr

Veranstaltungsort: Haus des Deutschen Ostens

Referent: Prof. Dr. Andreas Otto Weber, Direktor des HDO

2018 veranstaltete das Haus des Deutschen Ostens gemeinsam mit der Akademie für Personalführung und Lehrerfortbildung (Dillingen) eine Studienreise für Lehrerinnen und Lehrer an bayerischen Schulen. Diese führte sie in die historische Region Ostpreußen. In seinem Reisebericht stellt Prof. Dr. Andreas Otto Weber die einzelnen Stationen der Fahrt vor – und führt an die Orte und Schauplätze der jahrhundertelangen, wechselvollen Geschichte der Deutschen und der Polen.
Ostpreußen war ein Land, um das herum sich zahlreiche Mythen der beiden Völker bildeten. Hier bündelte sich europäische Geschichte. Die Studienreise versuchte einen Überblick über ihre vielfältigen Aspekte vom Mittelalter bis in die Gegenwart zu geben. Beginn der Reise war die Hansestadt Danzig/Gdańsk, wo besonders das neu errichtete Museum des Zweiten Weltkrieges beeindruckte. Die Zeit des Nationalsozialismus wurde exemplarisch in der Wolfsschanze, einem Ort des Größenwahns und des Widerstands, und in der KZ-Gedenkstätte Stutthof thematisiert. In der Marienburg stand das Thema des Deutschordensstaates auf dem Programm. Traumhafte Landschaften boten sich den Reiseteilnehmern vor allem am Frischen Haff und in Masuren. In Elbing/Elbłag, Allenstein/Olsztyn und Osterode/Ostróda traf sich die Reisegruppe mit Vertretern der deutschen Minderheit und sprach mit ihnen über ihre derzeitige Situation in Polen. Weitere Stationen der Studienfahrt waren Zoppot/Sopot an der Ostsee, die Kopernikus-Stadt Thorn/Toruń und, als Abschluss, Frankfurt/Oder und Słubice mit Besuch des Collegium Polonicum.

Reisebericht Ostpreußen

Jan 31. 2019

Buchpräsentation

Heimatlos - Friedland und die langen Schatten von Krieg und Vertreibung

Veranstaltungsbeginn: 19 Uhr

Veranstaltungsort: HDO

Referent: Dr. Christopher Spatz

In Kooperation mit: BdV-Landesverband Bayern e.V.

Seit September 1945 durchliefen das Grenzdurchgangslager Friedland rund eine Million Menschen. Sie kamen aus dem deutschen Osten oder aus der sowjetischen Kriegsgefangenschaft, waren gezeichnet durch Krieg und Gewalt, Erniedrigung und Elend. Sie waren Entwurzelte, suchten in einem neuen Staats- und Gesellschaftssystem, in einer für sie fremden Umgebung neu Fuß zu fassen. Friedland wurde zum Topos der westdeutschen Medien in den ersten beiden Nachkriegsjahrzehnten. Dabei reagierten die Alteingesessenen auf die Neuankömmlinge widersprüchlich: mit Mitgefühl und Solidarität, aber auch nicht selten mit Ablehnung und Ausgrenzung. Christopher Spatz widmet sich in seinem Buch dieser Welt der Heimkehrer, Vertriebenen und Aussiedler während der 1950–1960er Jahre. Die Aufnahmen des Fotoreporters Fritz Paul dokumentieren ihren Alltag im Bild.

Dr. Christopher Spatz (geb. 1982 in Bremen) promovierte 2015 an der Humboldt-Universität Berlin mit einer Arbeit über Erfahrung und Identität der ostpreußischen „Wolfskinder“. Anschließend war er für die „Bundesstiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung“ tätig. Zu seinem sozialen Engagement als Wissenschaftler gehörte der Einsatz für die Entschädigung der „Wolfskinder“ durch die Bundesrepublik. Zuletzt ist von ihm der Sammelband „Nur der Himmel blieb derselbe. Ostpreußens Hungerkinder erzählen vom Überleben“ (2018) mit biographischen Interviews erschienen.

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Februar 2019

Feb 7. 2019

Lesung

"Elli oder die versprengte Zeit"

Veranstaltungsbeginn: 19 Uhr

Veranstaltungsort: HDO

In Kooperation mit: Landsmannschaft der Banater Schwaben

Lesung: Helmut Erwert

Elli Gabor wächst in den 1920er Jahren in der Kleinstadt Weißkirchen/Bela Crkva (Westbanat) auf, die vom Zusammenleben von Deutschen und Serben, Rumänen  und Juden geprägt wird. Sie erlebt nach dem Ersten Weltkrieg einen radikalen Zivilisations- und Kulturbruch, als in ihrer Heimatregion eine jahrhundertealte Multikulturalität zerfällt. Die deutschsprachige Minderheit der Banater Schwaben wird entrechtet, erlebt Ausgrenzung und Internierung. Nationalismus und Krieg stellen Ellis Offenheit und Toleranz auf eine harte Probe. Obwohl zu einer Patriotin des neuen Jugoslawien erzogen, lässt sie die Frage der eigenen Identität nicht los. Helmut Erwert will mit seinem Roman, der auf der Grundlage von zahlreichen Interviews mit heutigen Einwohnern von Bela Crkva und Archivrecherchen entstanden ist, einen Beitrag zur aktuellen Diskussion über Heimat, Migration und Entwurzelung leisten.

Helmut Erwert (geb. 1933 in Weißkirchen/Bela Crkva) war nach dem Studium der Germanistik, Anglistik und Geschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität München als Lehrer an bayerischen Gymnasien tätig sowie als Leiter des deutschen Kulturinstituts in Zagreb (seit 1978) nominiert. Er ist Autor und Co-Autor von Lehrbüchern und Darstelllungen zur Sprachwissenschaft, Literaturwissenschaft und Geschichte. 2017 wurde er für sein Lebenswerk mit dem Donauschwäbischen Kulturpreis des Landes Baden-Württemberg ausgezeichnet.

Feb 14. 2019

Erzählcafé

mit Lukas Moj

Veranstaltungsbeginn: 15 Uhr

Veranstaltungsort: Gaststätte "Zum Alten Bezirksamt" im HDO

Dr. Renate von Walter im Gespräch mit Lukas Moj

Lukas Moj wurde 1979 in Deutsch Piekar/Piekary Śląskie (Oberschlesien) geboren. 1988 kam er mit seiner Familie nach Deutschland. An der Universität in Bayreuth studierte er Geschichte und Soziologie und beschäftige sich in seiner Abschlussarbeit mit konfessionellen Spannungen in Schlesien um 1866. In seiner Freizeit widmet er sich der Familienforschung, vor allem in Oberschlesien, und der Geschichte seiner Herkunftsregion.

Eintritt: 5 Euro (inkl. Kaffee und ein Stück Kuchen)

Feb 14. 2019

Buchpräsentation

Das schlesische Elysium

Veranstaltungsbeginn: 19 Uhr

Veranstaltungsort: HDO

In Kooperation mit: Deutsche Burgenvereinigung e. V.

Referent: Arne Franke

Im 19. Jahrhundert entstand im Hirschberger Tal (im Riesengebirge) eine der bedeutendsten Kulturlandschaften Mitteleuropas. Der Stil der Burgen und Schlösser, Herrenhäuser und Parkanlagen, die ursprünglich im Besitz großer deutscher und polnischer Adelsgeschlechter waren, atmete den Geist der europäischen Romantik. Bei ihrer Errichtung wirkten herausragende Architekten und Gartenbauer wie Karl Friedrich Schinkel und Friedrich August Stüler mit. Caspar David Friedrich, Sebastian C. Ch. Reinhardt, Ludwig Richter, Johann Wolfgang von Goethe und viele andere Maler und Schriftsteller hinterließen schriftliche und visuelle Zeugnisse ihres Aufenthalts in der Region.
Der vorliegende Band, der historisches Faktenwissen mit spannender Darstellung verbindet, bietet eine Gesamtschau der kunst- und kulturgeschichtlich großartigen Baudenkmäler des Hirschberger Tals. Sie wird durch Kurzbiographien der Persönlichkeiten aus Politik und Kultur ergänzt, die hier ihre Wirkungsstätte hatten.

Arne Franke (geb. 1959 in Dieburg/Hessen) war, nach einem Studium der Kunstgeschichte, der klassischen Archäologie und der Mittleren und Neueren Geschichte, seit 1992 als stellvertretender Referatsleiter der Denkmalschutzbehörde in Görlitz und danach u. a. als Honorardozent für die Denkmalakademie der Deutschen Stiftung Denkmalschutz tätig. Freiberuflich ist er in den Kulturregionen Ostmitteleuropas als Studienreiseleiter, Fachautor und Ausstellungskurator unterwegs.

Feb 19. 2019

Ausstellungseröffnung

Kirchenburgenlandschaft Siebenbürgen

Veranstaltungsbeginn: 18 Uhr

Veranstaltungsort: HDO

Durch kaum eine andere Region Europas wird der Choral Martin Luthers „Ein feste Burg ist unser Gott, ein gute Wehr und Waffen“ architektonisch so versinnbildlicht wie durch die im südlichen Siebenbürgen gelegene Kirchenburgenlandschaft. Hier entstanden seit Beginn der Einwanderung der Siebenbürger Sachsen Ende des 12. Jahrhunderts mehr als 300 befestigte Kirchenburgen, von denen noch rund 160 erhalten sind. Mit ihren Verteidigungsanlagen, beeindruckender Sakralarchitektur und einer reichen Ausstattung bilden die Kirchenburgen pittoresk wirkende ländliche Gesamtkunstwerke. Sie prägen die siebenbürgische Kulturlandschaft, in der seit Jahrhunderten Deutsche und Rumänen, Ungarn und Roma nebeneinander und miteinander leben. Die Kirchenburgen zeugen von einem besonderen Kapitel europäischer Geschichte und stehen stellvertretend für die lange, multiethnisch geprägte Tradition dieses Landstrichs.

Zur Ausstellungseröffnung spricht Philipp Harfmann, Geschäftsführer der Stiftung Kirchenburgen e.V. (Hermannstadt, Rumänien).

Dauer der Ausstellung: 20. Februar bis 22. März 2019

Öffnungszeiten der Ausstellung: Montag bis Freitag 10 bis 20 Uhr

Feb 28. 2019

Konzert

Tierisch Tierisch

Veranstaltungsbeginn: 18.30 Uhr

Veranstaltungsort: HDO

Künstler: Brigitte Steinert (Gesang und Moderation) und Kilian Sprau (am Flügel).

Der „tierische Bogen“ dieses Faschingskonzerts spannt sich von Ludwig van Beethoven über Arnold Schönberg, Kurt Weill, Georg Kreisler und Willi Kollo bis zu Gert Wilden, Heinz Erhardt und Otto Schenk. Ob musikalisch oder poetisch – Flöhe, Katzen, Haie, Hühner, Vögel, Pferde, Hunde, Heringe, Austern, Ochsen, Maden und Fliegen bekommen ihren ganz speziellen Auftritt zur besten Unterhaltung des Publikums.

Brigitte Steinert studierte Bibliothekswesen an der heutigen Bibliotheksakademie in München, Gesang und Operndarstellung am Richard-Strauss-Konservatorium und erwarb berufsbegleitend eine Zusatzqualifikation zur Kulturmanagerin. Seit 1991 war sie im HDO als Leiterin der Bibliothek, von 2009 bis 2018 auch als Leiterin des Sachgebiets Öffentlichkeits-, Medien- und Pressearbeit und stellvertretende Direktorin tätig. Viele Jahre war sie Mitglied des Extrachores der Bayerischen Staatsoper und ist u.a. Mitautorin der Ratgeber „Beruf Opernsänger“ (2002) und „Singing Opera“ (2005).

Dr. Kilian Sprau ist wissenschaftlicher Mitarbeiter und Leiter eines Projektes der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) am Lehrstuhl für Musikpädagogik der Universität Augsburg. Seine freiberufliche Tätigkeit als Liedbegleiter führt ihn zu Auftritten in Deutschland und im europäischen Ausland. Er ist Pianist im Opern-Improvisations-Ensemble „LaTriviata“ in München. Auftritte und Impro-Workshops im In- und Ausland ergänzen seine pianistische Tätigkeit. 2008 legte Kilian Sprau einen „Reclam’s Liedführer“, 2016 eine Studie über den Liederzyklus als Künstlerdenkmal vor; diese wurde mit dem Kulturpreis Bayern ausgezeichnet.

Anmeldung an poststelle(at)hdo.bayern.de erforderlich!

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März 2019

Mär 6. 2019

Tradition

Fischessen im "Alten Bezirksamt"

dreimal täglich, um 11:30 Uhr, 16:30 Uhr, 19:30 Uhr

Veranstaltungsort: Gaststätte "Zum Alten Bezirksamt" im HDO

Am Aschermittwoch beginnt die Zeit der Buße und des Fastens, die bis zum Ostersonntag dauert. Schon sehr früh verbat die katholische Kirche an diesem Tag den Fleischverzehr. Als Alternative dazu wählten die Gläubigen das Fischessen. Dieser Brauch markiert symbolisch die Grenze zwischen Fasching und Fastenzeit. Auch unter den Deutschen im östlichen Europa, wie in den katholischen Gebieten des Sudetenlandes, wurde er gepflegt. Welcher Fisch an diesem Tag zubereitet wurde, konnte von einem Gebiet zum anderen unterschiedlich sein. Während es manchenorts hierfür keine genauen Regeln gab, durfte in anderen nur Hering gegessen werden, so dass der Aschermittwoch auch „Heringstag“ genannt wurde. Diese Tradition hält die Wirtin der HDO-Gaststätte „Zum Alten Bezirksamt“, Annerose Kloos, aufrecht. Ob Lachs mit Kräuterkruste, Seelachsfilet mit Weißweinsoße oder gefüllte Forelle aus dem Offen – am Aschermittwoch verwöhnt sie ihre Gäste mit Fischgerichten aus ostdeutscher und bayerischer Tradition.

Anmeldung an poststelle(at)hdo.bayern.de erforderlich

Mär 19. 2019

Buchpräsentation

Der befestigte Glaube

Veranstaltungsbeginn: 19 Uhr

Veranstaltungsort: HDO

Begleitveranstaltung zur laufenden Ausstellung

Referenten: Jürgen van Buer und Josef Balazs

Jürgen van Buers 260 künstlerisch höchst beachtenswerten Schwarz-Weiß-Aufnahmen der Kirchenburgen vermitteln ein einzigartiges Bild dieser einmaligen Kunst- und Sakraldenkmäler, die mit ihrem repräsentativen äußeren Erscheinungsbild und ihren atmosphärisch dichten Innenräumen beeindrucken. Der Fotograf Jürgen van Buer und der Mitherausgeber des Fotobandes, Josef Balazs, bezwecken mit ihrem Projekt mehr, als nur eine Bestandsaufnahme. Sie wagen einen subjektiven Blick auf das architektonische Erbe der Siebenbürger Sachsen – und aus dieser Perspektive erschließt sich ihnen bisher Unbekanntes. Durch die Bildkomposition, durch ein an expressionistisches Bildvokabular anknüpfendes Schattenspiel von scharfen Schwarz-Weiß-Kontrastierungen und gebrochene Linienführung, aus denen eine monumentale Bildgeometrie entsteht, wird eine Wirkung des Raumes erzeugt, die seine historische Semantik unmittelbar erfahrbar macht. Durch diese Wirkung werden die Fotos vorzugsweise zum Symbol für Konflikte, die die Geschichte der Siebenbürger Sachsen durchziehen und für die die Kirchenburgen eine Raummetapher bilden. Die visuelle Botschaft ist in einem Fall heroisch-pathetisch, verweist im anderen auf das Gewohnte und Alltägliche. Die Dynamik der Linie richtet sich gegen die Statik und gewaltige Wucht des archaischen Gesteins, verläuft sich jedoch in den verwinkelten Ecken dieser Kolossalobjekte, und zerschellt an ihrer Unverrückbarkeit und manifesten Präsenz. Van Buers Aufnahmen präsentieren die Kirchenburgen als Teil einer über Jahrhunderte gewachsenen stark ländlich geprägten Lebenswelt, deren räumlichen, sakralen und kulturellen Mittelpunkt sie in der Vergangenheit bildeten und in der Gegenwart immer noch sind. Die Begleittexte ordnen sie – mal auf eine narrativ-performative, mal auf eine fachhistorische Art – in ihren geschichtlichen und kunstgeschichtlichen Kontext ein. Gleichzeitig sensibilisieren sie für das Verständnis dieser Fotos als eines medialen Raums, in dem ihre Bedeutung aus der situationsabhängigen Betrachtung, aus dem Austausch zwischen dem Urheber und dem Rezipienten, dem Fotografen und dem Betrachter entsteht.

Professor Dr. Jürgen van Buer (geb. 1949) promovierte, nach seinem Studium der Romanistik und Erziehungswissenschaften an der Universität Münster, 1980 an der Universität Göttingen. 1989 folgte die Habilitation an der Universität-Gesamthochschule Siegen. Von 1992 bis 2016 war Professor Dr. Jürgen van Buer Inhaber des Lehrstuhls für Wirtschaftspädagogik an der Humboldt-Universität Berlin.

Josef Balazs (geb. 1952 in Kronstadt, Siebenbürgen) war nach dem Studium der Germanistik und Romanistik an der Universität Klausenburg (Siebenbürgen) mehrere Jahre als Lehrer tätig. 1986 wurde er zum Mitarbeiter im IT-Bereich zunächst bei der AEG (Nürnberg), später bei der Stadt Schwabach. 2010 erfolgte der Wechsel in das Kundenmanagement.

Mär 26. 2019

Lesung

"Vergiss kein einziges Wort"

Veranstaltungsbeginn: 19 Uhr

Veranstaltungsort: HDO

Lesung: Dörthe Binkert

Die Geschwister Ida, Hedwig, Klara und Luise sind vier junge Oberschlesierinnen, die in den historischen Kataklysmen der 1920er–1960er Jahre gezwungen sind, die Geschicke ihrer Familien in die eigene Hand zu nehmen. Ihr Alltag ist von Liebe und Hass ebenso geprägt wie von multiethnischem Nebeneinander, konfessioneller Vielfalt und von militantem Nationalismus, der nach 1945 zur Vertreibung der Deutschen führt. Dennoch versuchen sie ihre unterschiedlichen Lebensentwürfe als Frauen umzusetzen. In ihrem figuren- und handlungsreichen Roman entwirft Dörthe Binkert ein beeindruckendes Bild der oberschlesischen Gesellschaft in der Umbruchszeit. Für ihre Recherchen reiste die Autorin nach Gleiwitz/Gliwice. Um ein Gespür für den Ort und die Zeit ihrer Romanhandlung zu finden, führte sie viele Gespräche mit älteren polnischen Bürgern der Stadt und suchte in Archiven nach historischen Zeitdokumenten.

Dörthe Binkert (geb. 1949 in Hagen/Westfalen) war nach einem Studium der Germanistik, Kunstgeschichte und Politik, das sie mit einer Promotion abschloss, für verschiedene deutsche Verlage tätig. 2005 erhielt sie ein Autorenstipendium im Ledig House in New York. Seit 2007 ist sie freie Autorin und Publizistin. Sie lebt in Zürich und legte u.a. die Romane „Weit übers Meer“ (2008), „Bildnis eines Mädchens“ (2011) und „Brombeersommer“ (2017) sowie Sachbücher vor.

Mär 28. 2019

Gespräch

Schlagerstar in Polen, Politiker in Bayern – ein Gespräch mit Tobias Thalhammer

Veranstaltungsbeginn: 19 Uhr

Veranstaltungsort: HDO

Moderation: Prof. Dr. Andreas Otto Weber, Direktor des HDO

Politiker und Schlagersänger – diese Kombination gibt es wohl nicht oft. Vermutlich ist Tobias Thalhammer in Polen und besonders in Schlesien sogar bekannter als in Bayern. Dort hat er sich als „Toby z Monachium“ (dt.: Toby aus München) einen Namen gemacht. Er singt  auf Deutsch und Polnisch, aber auch in schlesischer Mundart. 2009 veröffentlichte Thalhammer zusammen mit der Gruppe „Proskauer Echo“ (Proskau in Oberschlesien, pl.: Prószków) das Lied „Sehnsucht nach Schlesien“ (pl.: Tęsknota za Śląskiem) und landete damit einen Hit. Weitere Beispiele seiner Schlager sind „Verliebt in Oberschlesien“ oder „Du bist die Schönste“ (pl.: Jesteś najpiękniejsza). Seit 2015 präsentiert er zudem im polnischen Fernsehen in der Sendung „Szlagierowa Biesiada“ mit großem Erfolg deutsche Schlager.
2008–2013 war Thalhammer FDP-Landtagsabgeordneter im Bayerischen Landtag, zeitweise auch parlamentarischer Geschäftsführer seiner Fraktion. Mit seinen 31 Jahren war er zu Beginn der Legislaturperiode der jüngste Abgeordnete. 2018 wechselte Thalhammer zur CSU.
Mit HDO-Direktor Prof. Dr. Andreas Otto Weber spricht Tobias Thalhammer über die Anfänge seines Erfolgs in Polen, seinen Bezug zu Oberschlesien und seine Karriere als Politiker.

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Rückblick

Rückblick auf das Veranstaltungsjahr 2018

Haus des Deutschen Ostens
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Programm Januar - März 2019

Das komplette Programmheft Januar bis März 2019 können Sie hier herunterladen.

Eintritt

Soweit nicht anders vermerkt, ist der Eintritt zu den Veranstaltungen frei.

Anmeldung

Bei Veranstaltungen mit Anmeldung bitten wir um rechtzeitige Platzreservierung per E-Mail.

Auch bei Veranstaltungen ohne Anmeldung gilt: Einlass nur bis zur höchstzulässigen Personenzahl.

Hinweis

Mit der Teilnahme an den Veranstaltungen erklären Sie sich damit einverstanden, dass Sie gegebenenfalls auf Aufnahmen zu sehen sind, die das Haus des Deutschen Ostens im Rahmen seiner Presse- und Öffentlichkeitsarbeit verwendet.

Veranstaltungsarchiv

Eine Übersicht über unsere Veranstaltungen der vergangenen Jahre finden Sie in den jeweiligen HDO-Journalen.